"Juller" Theater der jungen Welt, 20. September 2017
juller.jpg"Juller" erzählt die Geschichte des Fußballers Julius Hirsch. Der begeisterte Fußballer - Spitzname „Juller“ spielte zwischen 1911 und 1913 für die deutsche Fußball A-Nationalmannschaft.
Als die Sportvereine 1933 keine jüdischen Mitglieder mehr zulassen, schreibt Julius Hirsch seinem Verein, dem  Karlsruher FV: „Ich lese heute im Sportbericht Stuttgart, dass die großen Vereine, darunter auch der KFV, einen Entschluss gefasst haben, dass die Juden aus den Sportvereinen zu entfernen seien. Leider muss ich nun bewegten Herzens meinem lieben KFV, dem ich seit 1902 angehöre, meinen Austritt anzeigen (…)“
1943 wird Julius Hirsch nach Ausschwitz-Birkenau deportiert und ermordet.
Das Schicksal von Julius Hirsch ist „historisch“ - Diskrimierung und Gewalt sind aber aktuell. Die Geschichte von „Juller“ ist eine Brücke vom Vergangenen in die Gegenwart und in die Zukunft. In unserer Welt sollte kein Platz sein für Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.